Standort

Auf dem Peterswerder

Das Weserstadion befindet sich zwischen Weser und Osterdeich an der Straße "Auf dem Peterswerder" und ist die repräsentative Sportanlage Bremens. Ursprünglich gegründet als Sportstätte des Bremer Turn- und Sportvereins wurde es 1929 in die Verwaltung des damals neugegründeten "Vereins Weserstadion" übernommen.

 

 

Technik und Ausstattung

Flutlichtanlage: 4 Masten á 58 Scheinwerfer
á 3.500 Watt = 1.400 Lux in 1 mtr. Höhe über
dem Spielfeld.
Lautsprecher: Beschallungsanlage für Tribünen,
Spielfeld, Kassenvorplatz und
Zuschauererschließungsebene.
Anzeigen: 2 Videowände, Sony Jumbotron,
5x10 mtr. groß, 16:9 Verhältnis,
100 Hertz-Technik, TV-fähig, 35er-Pixel
Zuschauer: ca. 45.800 Plätze
Logen: 37 verglaste Logen mit 364 Plätzen
in der Südtribüne.
Ehrengastloge für 222 Gäste.
Gastronomische Rundumversorgung
in den VIP-Logen.
Großraumloge mit 700 Plätzen
in der Osttribüne.
Medien: 8 Kommentatorkabinen für Hörfunk und Fernsehen
80 Presseplätze an Tischen mit Telefon- und Stromanschlüssen, dazu 60 Presseplätze ohne Tische
 
Stromanschlüsse: 3x100kW
Parkplätze:
Sonstiges: Leichtathletikhalle und Kraftraum
in der Südtribüne


 

Die Historie des Weser-Stadion
in Stichpunkten

1909: Bau des ersten Sportplatzes mit Holztribüne vom Allgemeinen Bremer Turn- und Sportverein mit finanzieller Unterstützung der Stadt Bremen.  
1926: Neubau der ersten großen Tribüne mit Umkleidekabinen und Restaurant für 1.250,000 RM, die Sportanlage wurde nunmehr ATSB-Kampfbahn genannt und war neben den Fußballspielen auch Veranstaltungsstätte für politische Massenveranstaltungen.  
1930: Der SV Werder Bremen trägt jetzt ein Großteil seiner Spiele im nun "Weserstadion" genannten Stadion aus. Daneben spielen hier aber auch eine Reihe von anderen Bremer Vereinen.  
1935: Im Dezember 1934 übernahm die Stadt Bremen die Sportanlage und benannte sie in Bremer Kampfbahn um. Sport spielte nun nur noch eine untergeordnete Rolle, vielmehr wurde die Anlage vor allem von der NSDAP und seinen Gliederungen genutzt.  
1941: Im zweiten Weltkrieg wurde die Bremer Kampfbahn Standort von drei Flaktürmen. Sport fand hier nur noch sporadisch statt.  
1945: Nach der Beendigung des zweiten Weltkrieges wurde das Stadion, jetzt IKE-Stadium genannt, Schauplatz des Sportbetriebes amerikanischer Mannschaftssportarten wie Baseball und American-Football.  
1947: Das Stadion wird als Weser-Stadion mit einem Fußballspiel um die Norddeutsche Meisterschaft, SV Werder Bremen - VfL Osnabrück, wiedereröffnet.  
1955: In den fünfziger Jahren tragen im Weser-Stadion der SV Werder Bremen und der Bremer SV ihre Heimspiele aus. Daneben finden Radrennen, Reitturniere und Leichtathletikveranstaltungen im Stadion statt.  
1963: Mit Einführung der Fußball-Bundesliga wird die Gegengerade überdacht.  
1965: Als Belohnung für die erste Deutsche Fußballmeisterschaft durch den SV Werder Bremen werden die Kurventribünen mit einem Oberrang fertiggestellt.  
1973: Die Südtribüne wird modernisiert und erhält ein neues Dach.  
1978: Fertigstellung der neuen Nordtribüne als Zweirangtribüne nach Kölner Modell mit nunmehr ca. 9.500 Sitzplätzen.  
1980: Rekrutenvereidigung im Weser-Stadion mit gewalttätigen Auseinandersetzungen im Umfeld des Stadions.  
1988: Neubau der Westtribüne mit Umkleideräumen, Werder-Geschäftsstelle und Therapiezentrum.  
1992: Fertigstellung der neuen Südtribüne mit Leichtathletikhalle, Kraftraum, Büros und zwei Restaurants. Erstes Stadion in Deutschland mit 37 Logen für 364 Besucher.  
1993: Sanierung der Kunststofflaufbahn.  
1995: Umrüstung der Stehplätze in der Westtribüne in Sitzplätze.  
1997: Umrüstung der Stehplätze der Nordtribüne in Sitzplätze, Neubau einer Behindertenebene mit 120 Plätzen.  
1997: lnstallation von zwei je 50 m² großen Farb-Videowänden in der West- und Osttribüne.  
1997: Fertigstellung der neuen Osttribüne mit einem 5-geschoßigen Mantelbau mit neuen Umkleidekabinen, Räumen für Fan-Projekt und Fan-Shop, neuer Werder-Geschäftsstelle und Werder-Jugendinternat. Erstes Stadion in Deutschland mit einer Großraumloge mit 700 Plätzen mit angeschlossenem Restaurant.
1998: Einbau einer Rasenheizung und Erneuerung des Rasenplatzes  
2002: Kapazitätserweiterung des Stadions um 10.000 Plätze auf nunmehr ca. 45.800 Plätze durch Absenkung des Stadioninnenraums um 2,10 m und Einbau von neuen Tribünen.